Schadstoffe im Trinkwasser

Durch die extrem gute Lösungsfähigkeit von Wasser, ist es besonders anfällig auf Verschmutzungen jeglicher Art. Wir haben heutzutage mit diversen Fremd- und Schadstoffen in unserem Wasser zu kämpfen.

Heutzutage ist das Wasser verschmutzter denn je

Durch die extrem gute Lösungsfähigkeit von Wasser, ist es besonders anfällig auf Verschmutzungen jeglicher Art. Wir haben heutzutage mit diversen Fremd- und Schadstoffen in unserem Wasser zu kämpfen.

Mikroplastik

Berge von unverrottbarem Abfall häufen sich auf unserem Planeten an. Tückisch ist die Belastung durch das oft unbemerkte Mikroplastik im Trinkwasser sowie in Flüssen, Seen und Meeren.

Was ist Mikroplastik?

Als Mikroplastik werden Plastikstücke bezeichnet, welche kleiner als 5 mm sind. Sie sind also teilweise mit dem bloßen Auge schwer zu erkennen. Es gibt zwei Sorten von Mikroplastik:

  • Zu sogenanntem primären Mikroplastik gehören Basispellets, die das Grundmaterial für die Plastikproduktion darstellen; Granulate in Kosmetik und Hygieneprodukten, wie Peelings, Zahnpasta, Handwaschmittel; mikroskopische Partikel, die in Reinigungsstrahlern, zum Beispiel auf Werften eingesetzt werden oder in der Medizin als Vektor für Wirkstoffe von Arzneien Anwendung finden.
  • Sekundäres Mikroplastik entsteht durch physikalische, biologische und chemische Degradation von Makroplastikteilen.

Über die Nahrungskette gelangen sie in den Körper von Tier und Mensch und können langfristig im schlimmsten Fall zu Vergiftungen führen.

Ein großes Problem stellen neben den festen Mikroplastikteilchen auch die löslichen Kunststoffe aus Kosmetikprodukten dar. Diese synthetischen Polymere können quellen oder sind sogar wasserlöslich. Sie geraten über unser Abwasser ins Grundwasser. Dort einmal angekommen, sind sie nur schwer wieder zu entfernen. Kläranlagen können lediglich einen Bruchteil herausfiltern. Über Flüsse gelangen sie dann in den weiteren Wasserkreislauf und das Meer.

Wie gefährlich ist Mikroplastik für uns?

Diverse Toxikologen und Institute sind gerade auf der Suche nach Antworten für genau diese Frage. Man steht hier noch am Anfang der Studien und es wird vermutlich noch einige Jahre dauern, bis das Ausmass der Gefährdung für den Menschen bekannt ist.

Bereits jetzt wird Vermutet, dass sich Mikroplastik im Körpergewebe einlagern kann und dort für entzündliche Reaktionen sorgt. Aber noch unklar ist, wie hoch der Anteil vom Mikroplastik im Trinkwasser sein muss, bis er es in die menschliche Blutbahn schafft.

In einer aktuellen Studie der Universität Wien konnten Forscher nun auch erstmals Mikroplastik im menschlichen Körper nachweisen. In vorangegangene Studien wurde bereits BPA (Bisphenol A) im Blut von Testpersonen nachgewiesen.

Medikamentenrückstände

Mehr als 150 verschiedene Arzneimittel wurden in den vergangenen Jahren in Flüssen, Seen und mitunter auch im Grundwasser nachgewiesen.

Sind diese Rückstände schädlich für uns?

Zwar sind die nachgewiesenen Mittel im Trinkwasser um ein Vielfaches niedriger als die verschriebene Tagesdosis. Aber bedeutet das nicht, dass sie unbedenklich sind. Eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung des Risikos existiert bislang noch nicht. Vor allem die Wirkung, die sich ergeben könne, wenn Verbraucher viele Jahre lang mehrere Wirkstoffe gleichzeitig in geringen Konzentrationen über das Trinkwasser zu sich nähmen, ist noch unklar.

Noch herrscht hier großer Forschungsbedarf. Denn zwei sehr besorgniserregende Trends werden mit Rückständen von Medikamenten im Wasser in Verbindung gebracht: Das zunehmende Auftreten von Fruchtbarkeitsstörungen und von multiresistenten Mikroorganismen.

Was bedeuten “künstliche” Hormone?

Am häufigsten werden die Hormone von Anti-Babypillen im Trinkwasser nachgewisen. Diese künstlichen Hormone dienen zur Empfängnisverhütung. Diese Substanzen bereiten Gewässerforschern zunehmende Sorgen. ei Fröschen und anderen Amphibien, die besonders sensibel auf das Vorhandensein von Hormonen in ihrer natürlichen Umgebung reagieren, wurde der Effekt der „Verweiblichung“ bei Männchen festgestellt. Somit geht man davon aus, dass diese Hormone Auswirkungen und Ursache für die vermehrte Unfruchtbarkeit bei Männern ist.

Pestizide, Fungizide, Insektizide und Dünger

Durch die extreme Nutzung von Chemikalien und Düngemitteln in der Landwirtschaft haben wir mit verschiedensten Pestizide, Herbiziden, Fungiziden und Düngemitteln in unserem Grundwasser und somit auch in unserem Leitungswasser / Trinkwasser zu kämpfen.

Immer mehr Pestizide

In einer aktuellen Studie vergeben die Kantonschemiker dem Schweizer Trinkwasser gute Noten. Allerdings lassen die Ergebnisse auch aufhorchen. Denn in über der Hälfte der Trinkwasserproben wurden Pestizide und deren Abbaustoffe festgestellt. Diese Pflanzenschutzmittel und ihre Abbauprodukte lagern sich im Boden ab und belasten Grund- und Trinkwasser noch während Jahren. Kläranlagen und kommunale Wasseraufbereitungsfirmen haben bislang noch keine schlüssige Antwort auf dieses brisante Thema.

Darmkrebs durch Nitrate

Nitrate werden in der Landwirtschaft als Mineraldünger verwendet; in Böden und Gewässern werden sie außerdem durch Bodenbakterien aus organischen Stickstoffverbindungen gebildet (Nitrifikation). Hauptquelle dieser organischen Stickstoffverbindungen ist u. a. sog. „Wirtschaftsdünger“, besser bekannt als Gülle. Auf diesem Weg gelangen Nitrate auch in den Wasserkreislauf.

Nitrat überschreitet den Grenzwert von 25 mg/l im Grundwasser landesweit an deutlich mehr als jeder zehnten Messstelle. In überwiegend ackerbaulich geprägten Gebieten liegen die Konzentrationen sogar an knapp 40% der Messstellen über dem Grenzwert.

Nun zeigt eine dänische Studie: Bereits deutlich unterhalb dieses Grenzwertes gibt es einen Zusammenhang zwischen Nitratgehalt und Darmkrebsrisiko. Vermutlich ist der aktuelle Grenzwert zu hoch angesetzt.

Auswirkungen von Glyphosat

Das Pestizid Glyphosat zählt zu den am häufigsten zum Einsatz kommenden Mitteln zum Schutz vor Unkraut in der Landwirtschaft. Auf diesem Wege gelangt es nicht nur an die angebauten Lebensmittel, sondern auch ins Grund- und Flächenwasser. Wird dieses zu Trinkwasser aufbereitet, findet sich darin unter Umständen Glyphosat.

Glyphosat im Wasser wird von Medizinern stark diskutiert. Klare Nachweise gibt es bisher nicht, jedoch wird Glyphosat im Trinkwasser mit starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Zusammenhang gebracht. Auch wenn bisher keine hieb- und stichfesten Nachweise erbracht werden konnten deuten verschiedene großangelegte Studien renommierter Labore darauf hin, dass etwa Fehlbildungen bei Babys und Fehlgeburten mit der Aufnahme von Glyphosat im Trinkwasser oder durch Lebensmittel in Verbindung stehen. Zwar herrscht noch eine gewisse Uneinigkeit in Expertenkreisen, jedoch deutet Vieles auf die toxische Wirkung des Pestizids auf den menschlichen Organismus hin. Auch steht im Raum, dass Glyphosat im Wasser oder der Nahrung krebserregend wirken kann.

Schwermetalle

Der Begriff „Schwermetalle“ hat keine eindeutige wissenschaftliche Definition. Man meint damit eine Gruppe von Metallen, die durch ihre toxischen Eigenschaften auffallen.

Wie gelangen Schwermetalle in das Wasser?

In erster Linie gelangen die Schwermetalle durch veraltete Hausleitungen oder gar kommunale Wasserleitungen ins Wasser. Diese geben häufig Blei, Kupfer, Eisen, Kadmium oder Nickel ab und erhöhen den Schwermetallgehalt des Wassers.

Blei

Die Aufnahme von Blei macht uns krank. Denn wird Blei einmal in unserem Körper aufgenommen, verbleibt es dort auch und kann von unserem Organismus nicht mehr ausgeschieden werden. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern verursacht es langfristige Hirn- und Nervenschäden und stört die Intelligenzentwicklung.

Kupfer

Die überhöhte Einnahme von Kupfer führt zu einem Kupferüberschuss, welcher sich in Form einer Kupfervergiftung bemerkbar macht und sogar lebensbedrohlich sein kann. Dies gilt sowohl für Erwachsene, insbesondere jedoch für Säuglinge und Kinder.

Cadmium

Cadmium kann über die Atemwege sowie über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Es wird vorwiegend in der Leber und Niere eingelagert, wobei die biologische Halbwertszeit bis 40 Jahre betragen kann. Cadmium wirkt erbgutschädigend und ist krebserregend. Bei chronischer Cadmiumvergiftung kann es zur Eisenmangelanämie, pathologischen Veränderungen der Niere und Knochenerweichung (Itai-Itai-Krankheit, Osteoporose) sowie weiteren Stoffwechselerkrankungen kommen.

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