Mineralien im Trinkwasser

Mineralien im Trinkwasser werden uns als unverzichtbar für unsere Gesundheit verkauft. Warum das nicht so ist, erfahren Sie hier.

Die grosse Lobby hinter Mineralien im Wasser

Vorallem in den 80er Jahren als der Fitnesstrend gross war, wurde Mineralwasser als perfekter Durstlöscher und ideal für uns Menschen beworben. Diese These ist sehr umstritten und wurde in mehreren Studien widerlegt.

Was sind eigentlich Mineralstoffe?

Bis vor kurzem waren ausschliesslich die Vitamine populär. Wir wissen, dass wir Vitamine durch unsere tägliche Nahrung zu uns nehmen müssen, da unser Stoffwechsel sie nicht in ausreichend herstellen kann.

Weniger bekannt ist, dass Vitamine ihre volle Wirkung nur entfalten können, wenn sie zusammen mit Mineralstoffen aufgenommen werden.

Insgesamt braucht der Mensch täglich mehrere dutzend Vitalstoffe, die er selbst nicht bilden kann, sondern aus der Nahrung erhalten muss: Nämlich Mineralstoffe, Aminosäuren und Vitamine. Mineralstoffe ist der Oberbegriff für anorganische Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann.

Wofür sind Mineralien wichtig?

Mineralien sind in jedem Gewebe in mehr oder weniger hohen Mengen enthalten. Mineralien …

  • Sind Baumaterial für Zellen und Strukturen (Knochen, Zähne … )
  • Sind verantwortlich für die Übermittlung von Nervenimpulsen Regulieren den Wärmehaushalt, den Wasserhaushalt und Säure-Basen-Haushalt
  • Sind Bestandteil von Körperflüssigkeiten (Blut, Magensäure, Tränen … ), Enzymen (Magnesium z.B. ist an 300 Stoffwechselvorgängen beteiligt) und Hormonen und anderen Botenstoffen

Anorganisch und Organische Mineralien

Perse sind die lebenswichtigen Ionen (also Natrium, Kalium, Eisen, Mangan usw.) immer anorganisch.

Das Wort “organische Mineralien” ist ein umgangssprachlicher Begriff dafür, dass ein Mineral den Stoffwechsel einer Pflanze durchlaufen hat. Die Pflanze nimmt dabei die Mineralien auf, die im Boden vorhanden sind und baut sie in ihre Wurzeln, Blätter und Früchte ein, die wir dann als Nahrungsquelle zu uns nehmen.

Mineralstoffe, die durch Pflanzen hindurchgegangen sind, werden an ihren äusseren Enden von einem organischen Stoff umklammert. Daher werden sie von den Rezeptoren „akzeptiert“ und können so in das Zellinnere gelangen. Das heisst, dass der menschliche Organismus “organische” Mineralien viel besser aufnimmt, da sie etwas anders verpackt sind und dem Körper somit vertraut sind.

Wasser ist kein Mineral-Lieferant!

In Wasser (Trinkwasser und Mineralwasser) sind Mineralstoffe (vorallem Kalzium und Magnesium) in unterschiedlichen Mengen enthalten. Im Auftrag des Forum Trinkwasser e.V. gingen Wissenschaftler der Universität Paderborn unter Leitung von Professor Helmut Heseker der Frage nach, welche Bedeutung Wasser für die Deckung des Mineralstoffbedarfs hat. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass Wasser ideal zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs ist. Der Bedarf der Bundesbürger an den wichtigsten Mineralstoffen wird jedoch in erster Linie durch feste Nahrung (einschliesslich Milch) gedeckt. Sogenannte “organische” Mineralien.

Anorganische Mineralsalze aus Mineralien im Wasser sind für unseren Organismus praktisch nicht verwertbar, sie sind sogar eine Belastung. Sie lagern sich nämlich z.B. an Cholesterinkristalle an und bilden dann in den Gefässen fleckweise Verhärtungen und Verengungen, genannt arteriosklerotische Plaques. Diese führen auch im Laufe der Zeit zu Funktionseinschränkungen der Nieren. Sie kennen diesen Effekt ja auch von den Wasserleitungen, die verkalken, wenn zu viel Calcium im Wasser enthalten ist.

Prof. L.C. Vincent vom anthropologischen Institut der Universität von Paris hat in 20jähriger Forschungsarbeit nachgewiesen, dass der Gesundheitszustand von Versuchstieren wesentlich besser ist und diese länger leben, wenn sie als Getränk hochohmiges also mineralarmes Wasser erhalten. Bekommen sie jedoch normales Wasser oder mineralreiches Wasser, so leiden sie häufiger unter Gesundheitsstörungen und sterben auch früher. Prof. L.C. Vincent fand ebenfalls heraus, dass in Orten mit sehr hartem, d. h. mineralreichem Wasser, die Lebenserwartung signifikant geringer und die Anzahl der Herz-Kreislauferkrankungen signifikant höher als an Orten mit weichem, mineralarmem Wasser war. Die Krebsrate war an Orten mit Chlor im Trinkwasser besonders hoch.

Wichtig ist daher Wasser zu sich zu nehmen, welches einen sehr geringen Mineralgehalt aufweist.

Mineralwasser wird weniger geprüft

„Mineralstoffe im Mineralwasser sind ein Mythos“ – viel deutlicher hätte die Stiftung Warentest ihr Testergebnis nicht formulieren können. Auch, was das Ergebnis für uns Konsumenten bedeutet, ist relativ klar: Wasserflaschen schleppen ist unnötig, wir können getrost Leitungswasser trinken.

In sechs der stillen Mineralwässer fanden die Tester so viele Keime, dass sie für Menschen mit schwachem Immunsystem riskant sein können. In fünf der 30 Mineralwässer konnten zudem chemische Rückstände nachgewiesen werden: oberirdische Verunreinigungen von Pflanzenschutzmitteln, einem Süßstoff und einem Abbauprodukt, das entweder vom umstrittenen Pestizid Glyphosat oder aus Wasch- und Reinigungsmitteln stammt. Zwar sind die Rückstände laut Stiftung Warentest gesundheitlich unbedenklich – sie weisen jedoch darauf hin, dass die Quellen, aus denen das Mineralwasser stammt, nicht ausreichend geschützt sind.

Mineralwasser darf insgesamt nicht mehr als 12 bestimmte Fremd-und Schadstoffe enthalten. Unser Leitungswasser wiederum 50. Das heisst einerseits, dass Leitungswasser sogar gesünder wäre und andererseits, dass es bei keinem der beiden Wasser genügend Grenzwerterhebungen gibt.

Die richtige Ernährung ist der Schlüssel

Wie oben bereits erwähnt, sind Mineralien für unseren Organismus und damit für unsere Gesundheit von grosser Bedeutung. Wichtig ist, dass wir unserem Körper die sogenannten organischen Mineralien zuführen. Denn im Trink- und Mineralwasser enthaltene anorganische Mineralien verfügen nicht über die benötigte Bioverfügbarkeit und belasten den Körper mehr, als dass sie ihn entlasten.

Organische Mineralien finden sich in Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, verschiedenen Ölen, Eiern und in Milchprodukten. Mit der richtigen Ernährung können Sie Ihren Mineralienhaushalt gesund und nachhaltig decken.

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